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Jeden Morgen schlägt in Deutschland für Programmverantwortliche in Fernsehsendern, Produzenten von
TV-Programmen, Mediaverantwortliche der Markenartikelindustrie und
für Planer oder Einkäufer bei Werbe- und Mediaagenturen die Stunde
der Wahrheit. Jeweils am Tag nach der Ausstrahlung des Programms übermittelt
die GfK Fernsehforschung noch vor 9.00 Uhr die Fernsehnutzungsdaten des
Vortags. Die täglich ermittelten GfK-Daten geben Auskunft über:
· über jede Art der Fernsehnutzung
· über alle in Deutschland empfangbaren Sender
· in einer flächen- und bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe.
Wer ist für die Quotenmessung verantwortlich?
Die Fernseheinschaltquoten werden von der GfK Fernsehforschung exklusiv für die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) erhoben.
Der AGF gehören die Senderfamilien ARD, ZDF, ProSiebenSat.1 Media AG und RTL
an.
Die von der GfK Fernsehforschung erhobenen Daten stehen der AGF
als Auftraggeber exklusiv zur Verfügung. Die Datenverwertungsrechte
liegen daher bei der AGF. Sie vergibt jedoch auch an andere Sender Lizenzen zur Datennutzung. Darüber
hinaus versorgt die AGF über ein Werbekundenabonnement Agenturen und
Werbungtreibende mit Reichweitendaten
Was ist mit den Sendern, die nicht zu einer der Senderfamilien gehören?
An dieser Erhebung sind folgende Sender beteiligt: ARD, ZDF, RTL, RTL II,
SuperRTL, SAT.1, ProSieben, Kabel 1, VOX, TM 3, 3sat, arte, n-tv, Eurosport,
DSF. Ausländische Sender (NBC, TV 5, CNN), sowie Spartensender, wie
Musikprogramme (ONYX, MTV, VIVA, VH-1), oder PHOENIX und der Kinderkanal und
das digitale Fernsehen und Pay-TV lassen ihre Quoten nicht messen,
sondern durch Umfragen schätzen. Die Gründe hierfür sind
unterschiedlich:
·
NBC, TV 5 und CNN werden in Deutschland “mit”- eingespeist, haben aber weder besonderes
Recht, noch Interesse daran, ihre Quoten in Deutschland zu erfahren.
·
ONXY, MTV & Co. lassen ihre Quoten aus Kostengründen nicht messen. Diese Sender versuchen, durch Umfragen in der Bevölkerung ihre
durchschnittlichen Zuschauer zu ermitteln, Quoten einzelner Sendungen
hingegen nicht.
·
PHOENIX und der Kinderkanal sollen ihr Programm nicht von Quoten, sondern
ausschließlich von der Qualität bestimmen, daher “dürfen” die Sender ihre
Quoten nicht messen.
·
Die “Offenen Kanäle”, wie sie vereinzelt lokal in NRW und Berlin gibt, messen ebenfalls
aus Kostengründen nicht, außerdem interessieren die Quoten der “OK” nur
die privaten Programm- Macher.
·
Die analoge Version des digitalen Pay-TV-Senders PREMIERE WORLD lässt die Quoten nicht
messen, weil das Programm fast rund um die Uhr codiert ist, und die Quoten
der wenigen uncodierten Eigenwerbesendungen für den Sender nicht
interessant sind.
·
Die digitale Version von PREMIERE misst die Quoten auch nicht. Einerseits aus Kostengründen, andererseits ist für digitales Fernsehen
noch keine Art der Quotenmessung bekannt. Für PREMIERE ist auch im
Endeffekt die Zahl der Abonnenten wichtig, und (noch) nicht die Zahl der
Zuschauer einzelner Sendungen.
Die Fernsehwelt ändert sich bekanntlich sehr schnell. Es kann durchaus sein,
dass einer der oben genannten Sender seine Quoten mittlerweile doch schon
messen lässt!
Was wird genau gemessen?
Die Einschaltquoten werden repräsentativ für über 84 Millionen
TV-Zuschauer in ganz Deutschland in ca. 6.000 Haushalten von der
GfK in Nürnberg gemessen. Diese angeschlossenen Haushalte bekommen eine “Quotenbox”.
Jede im Haushalt lebende Person wird durch eine Zahl identifiziert (z.B.:
Vater 1, Mutter 2, Kind 3). Von jeder Person ist nur das Alter bekannt.
Es werden prinzipiell 2 Werte gemessen: die Gesamtzuseherzahl (Zuseher ab 3 Jahren) und die werberelevante
Zielgruppe (Zuseher zwischen 14 und 49 Jahren)! Es ist aber nicht
wirklich wichtig, wie viele Leute nun eine bestimmte Sendung schauen,
sondern wie viel Marktanteil diese Leute ausmachen. Denn wenn
angenommen 100 Leute um 22:15 TV gucken und davon 80 TV Total, dann hätte TV
Total einen Marktanteil (=MA) von 80 % (was natürlich ein utopischer Wert
ist).
Wie erfolgt die Messung?
Beim Einschalten des Fernsehers muss an der “Quotenbox” auch angeben, wer
zuschaut (durch Drücken der entsprechenden Tasten). Die Quotenbox
registriert im 1-Sek-Takt, welcher Sender geguckt wird und speichert
diese Informationen.
Kommt beispielsweise während der Vater einen Krimi guckt der Sohn hinzu,
wird einfach die entsprechende Taste an der Quotenbox gedrückt, und der
Krimi hat von der Sekunde an einen Zuschauer mehr. Die angegebenen Zahlen
beziehen sich auf tatsächliche Zuschauer, nicht auf eingeschaltete
TV-Geräte.
Von wann bis wann wird gemessen?
Jede Nacht um 3:00 Uhr wird von der GfK die an der
Telefonsteckdose angeschlossene Quotenbox die gespeicherten
Zuschauerzahlen abgerufen und abgewertet. Die Sender müssen auch schnellstmöglich ihr “Sendeprotokoll” an der
GfK übergeben, damit die GfK die für den Sender ermittelten
Zuschauerzahlen den einzelnen Sendungen zuordnen kann. Um kurz
vor 9 Uhr morgens werden die Daten dann an die Sender übermittelt!
Informationen von gfk.de
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